Worin kann der Beitrag der Philosophie zur Analyse und Kritik von Rassismus liegen? Auf welche Weise können wir die Philosophie auf der Basis von rassismuskritischen Ansätzen und Kämpfen neu denken und welche institutionellen Rahmenbedingungen bräuchte es dafür? Worin liegen offene Fragen und blinde Flecken einer (philosophischen) Rassismuskritik und in welche Richtungen lassen sie sich weiterdenken? Der von Franziska Dübgen, Marina Martinez Mateo und Ruth Sonderegger herausgegebene Band Philosophie und Rassismus. Debatten und Kontroversen (2025, Velbrück) bietet eine Bestandsaufnahme dieser Diskussionen und bringt dabei eine Vielfalt an Methoden, Zugriffen und philosophischen Traditionen in einen Dialog.
In der Veranstaltung werden die Herausgeberinnen Marina Martinez Mateo und Ruth Sonderegger die Grundideen und Schwerpunkte des Bandes vorstellen und weiterführende Fragen zur Diskussion stellen. Im Zentrum werden dabei etwa Fragen zur Bedeutung philosophischer Rassismusforschung und ihrem Verhältnis zu anderen Disziplinen; zum Verhältnis von Rassismus(-Kritik) und Antisemitismus(-Kritik) sowie zur institutionellen und praktischen Dimension einer rassismuskritischen Neubestimmung der Philosophie stehen.

© eSeL - Joanna Pianka 2022
Ruth Sonderegger ist seit 2009 Professorin für Philosophie und ästhetische Theorie an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie promovierte an der FU Berlin in Philosophie und unterrichtete danach mehrere Jahre am Philosophie-Institut der Universiteit van Amsterdam. Ihre derzeitigen Forschungsfelder sind: Entstehung und Geschichte der westlichen philosophischen Ästhetik (im Kontext des Racial Capitalism), Praxistheorien, Cultural Studies, kritische Theorien und Widerstandsforschung.
Gemeinsam mit Katja Diefenbach und Pablo Valdivia arbeitet sie derzeit an einem Forschungsprojekt zum Thema Wahrnehmen, Rechtsprechen und Verwerten in der kolonialen Moderne. Zum Nexus von ursprünglicher Akkumulation, race und westlicher Ästhetik (Perception, Jurisdiction, and Valorization in Colonial Modernity. On the Nexus of Accumulation, Race, and Aesthetics).
Letzte Buchpublikationen:
- Vom Leben der Kritik. Kritische Praktiken – und die Notwendigkeit ihrer geopolitischen Situierung, Wien: Zaglossus 2019 (Link zur Verlagsseite)
- Ergänzungen und Eingriffe. Zur Geschichte der Akademie der bildenden Künste Wien 1930-1960 (hg. mit Eduard Freudmann, Jakob Krameritsch und Michael Lunardi), Wien: Mandelbaum Verlag 2025 (Link zur Verlagsseite).

Marina Martinez Mateo ist Professorin für Philosophie der Gegenwart an der Leuphana Universität Lüneburg. Am Institut für Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt promovierte sie 2016 mit einer Arbeit zur Politik der Repräsentation (2018, Springer). Im Anschluss war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politische Philosophie und Rechtsphilosophie tätig. Von 2021 bis 2026 hatte sie eine Juniorprofessur für Medien- und Technikphilosophie an der Akademie der Bildenden Künste München inne. Sie forscht zu Rassismus und Erinnerung, zu den Ambivalenzen der Fürsorge sowie zum Verhältnis von Identität und Universalismus. Gemeinsam mit Kristina Lepold hat sie den Reader Critical Philosophy of Race (2021, Suhrkamp) herausgegeben.
Der Raum ist über Aufzüge erreichbar. Es gibt zwei barrierefrei Toiletten im 1. Stock (1.G40s und 1.G40h).
Auf der Etage befindet sich eine All Gender-Toilette (1.G40n) mit Steh- und Sitzklos. Im 2. Stock des CGC befindet sich außerdem eine FLINTA*-Toilette (2.G40q).
Das CGC bemüht sich um eine möglichst gute Barrierefreiheit seiner Veranstaltungen. Wenn Sie Assistenz benötigen, um an unserer Veranstaltung teilzunehmen, teilen Sie uns Ihren Unterstützungsbedarf bitte bis zum 13.05.2026 per Mail an cgcentrum@soz.uni-frankfurt.de mit. Wir bemühen uns daraufhin, die aufgetretenen Barrieren im Rahmen unserer Möglichkeiten zu mindern.
Gerne können Sie an dieser Veranstaltung mit Ihren Kindern teilnehmen. Bitte wenden sich bis zum 13.05.2026 an unsere oben genannte Mailadresse, falls Sie wünschen, dass wir uns außerdem um eine Kinderbetreuung bemühen. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.
